erstellt von am 8, Sep 2015

Lernende Preisbildung

Nach10 Jahren „Lernenden Expertensystem DBD KostenAnsätze“ haben sich im SKAN-Bau verschiedene Varianten der lernenden Preisbildung heraus kristallisiert.  So haben sich für die verschiedenen Kostenarten die lernenden Projekt- und Betriebspreise (projektübergreifend) zum rationellen Kalkulieren bewährt. Lediglich bei der Kostenart „Stoffe“ musste zusätzlich ein Festpreis aufgenommen werden. Dieser wird als ein projekt-, lieferanten-, entfernungs- und mengenabhängiger Festpreis projektübergreifend zur Verfügung gestellt.

Die Arbeitsweise mit den „DBD KostenAnsätze“ hat sich nun so gestaltet, dass wenn man eine Leistung mit Kostenansätzen abruft, diese mit dem eingestellten Verrechnungslohn und den Umlagen, bestehend aus BGK, AGK und W&G, belegt werden. DBD schlägt dabei Kosten vor, die wahr wie falsch sind, aber in der Tendenz auskömmlich stimmen. Diese Werte werden im SKAN-Bau weiß, „jungfräulich“, angezeigt.

Hat man fundierte Preisvorstellungen müssen die auskömmlichen Kosten überschrieben werden und können dann als Projekt- oder Betriebspreise lernend hinterlegt werden. Zur Unterscheidung werden diese dann farbig (Ampel) angezeigt.

Alle Materialanfragen bei bestimmten Lieferanten können zusätzlich als Festpreis in Listenform übernommen werden. Damit kann mit der erneuten Verwendung des Materials sofort eine Vielzahl von projekt-, lieferanten-, entfernungs- und mengenabhängigen Festpreisen zur Verfügung gestellt werden.

Wie funktioniert diese Arbeitsweise?

Von „DBD KostenAnsätze“ werden für die Kosten Grundpreise mitgeliefert, die über Faktoren zu einem in der Tendenz stimmigen Preis führen. Durch Überschreiben des in der Tendenz stimmigen Preises wird ein neuer Faktor gebildet, dem man nur noch mitteilen muss, ob er als Projekt- oder Betriebspreis abgelegt werden soll.

Einmal überschrieben werden mir meine Preise angeboten. Den in der Tendenz stimmigen Preis verwalten wir immer mit, damit man jederzeit den Ursprungswert einsehen kann.

Für alle Kostenarten, außer „Stoffe“ reicht es, wenn die geänderten Faktoren mit der Gruppen-ID verknüpft werden.

Für die „Stoffe“ können diese Faktoren nicht mit der Gruppen-ID verknüpft werden, da dies für die zu verbauenden Materialien zu ungenau ist. Da alle erzeugten Materialien über Beschreibungsmerkmale und Ausprägungen klassifiziert wurden und damit ein eindeutiges Schlüsselsystem bekamen, konnten wir nun in diesem Schlüsselsystem die lernenden Projekt-, Betriebs- und Festpreise hinterlegen. Datenpflege der „DBD KostenAnsätze“

Die halbjährliche Datenpflege brachte dieses System im letzten Jahr erneut auf den Prüfstand. Es fehlte plötzlich eine Reihe von Pflegefaktoren.

Aufgrund von neuen DIN-Vorschriften mussten jetzt im Update für bestimmte Materialien weitere Beschreibungsmerkmalen und Ausprägungen hinterlegt werden. Damit waren natürlich nach dem Update die gepflegten Daten nicht mehr abrufbar, sodass nun  eine komplette Leistungsgruppe falsche E-Preise bildete.

Im SKAN-Bau können wir durch die Suche nach ähnlichen, schon verwendeten Materialien suchen, und die Pflegedaten übernehmen. Leider geht hier kein Automatismus.

In dem Zusammenhang hat man sich auch entschieden, nach 23 Jahren nun doch mal die Grundpreise zu aktualisieren. Dies können wir automatisiert heilen, in dem wir die gepflegten Preise ab sofort zusätzlich abspeichern.

Ihr Bernd Löwer