erstellt von am 8, Aug 2017

Gerichtsurteile haben noch Mals bestätigt, dass Deckungslücken nur dann geltend gemacht werden können, wenn man nachweisen kann, dass durch Erhöhung der Mengen bei anderen Positionen oder in anderer Weise (z.B. für geänderte Leistungen nach § 2 Abs. 5 VOB/B und für zusätzliche Leistungen nach § 2 Abs. 6 VOB/B) dieser Ausgleich berücksichtigt wurden. Dies hat der Auftragnehmer in geeigneter Form (Ausgleichsberechnung)  darzulegen

Im „SKAN-Bau“ wurden auf Grund von sich änderten Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit 4 verschiedene Ausgleichsberechnungen integriert.

  1. Ausgleichsberechnung über einen Nachtrag, im Nachtrag ausgeführt, das Ergebnis wird in die entsprechenden Nachtragspositionen eingerechnet
  2. Ausgleichsberechnung über mehrere Nachträge einer Abrechnungsperiode, im Haupt-LV ausgeführt, das Ergebnis wird in einen automatisch erstellten Ausgleichs-Nachtrag eingestellt
  3. Ausgleichsberechnung über mehrere Nachträge einer Abrechnungsperiode auf Basis ausgeführter Mengen, im zusammengezogenem Dokument, die die entsprechenden Nachträge enthält,  ausgeführt, das Ergebnis wird in dem automatisch erstellten Ausgleichs-Nachtrag per Hand korrigiert.
  4. Ausgleichsberechnung, wenn abgerechnete Summe kleiner als die beauftragte Summe ist, bei der Vereinbarung: „Keine Mengennachträge zu erstellt“, die Deckungslücke wird nachvollziehbar dokumentiert

Damit können wir alle diesbezüglichen Anforderungen der Bauherren bei der Abrechnung des Bauauftrages erfüllen.

Ihr Bernd Löwer